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 Rolf Winterscheidt
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EDIT: Diese Seiten wurden am 5.5.2004 erstellt und dienen mehr der Historie. Die meisten Menschen wollen eher wissen, wie sie nun praktisch starten können. Unter Asterisk beschreibe ich recht detailliert, wie soetwas funktionieren kann.


Michael Robertson, der Gründer von Siphone.com und meines Erachtens Vorreiter auf dem IP-Telefonie-Gebiet (zudem auch _der_ Mensch von Lindows.com) hat, frei übersetzt, genau das ausgesprochen, was ich von der IP-Telefonie denke:

Die SIP-Telefonie (IP-Telefonie mit dem einfach zu handhabenden SIP-Protokoll) wird die Telefoniewelt so verändern, wie es einst das MP3?-Format mit der Musik gemacht hat

Es lohnt sich wirklich, einen Blick auf dieses Thema zu werfen!

SIP heisst Session Initiation Protocol und wer etwas Englisch spricht, vermag zu sehen, dass das nicht rein etwas mit IP-Telefonie zu tun haben scheint. Das ist auch richtig, denn mit dem Protokoll SIP haben auch schon Chats ihre Daten ausgetauscht. Und somit sind wir auch schon im Thema: SIP dient zum Datenaustausch zwischen zwei Systemen. Ich schreibe extra "Systeme", weil es sich z.B. um Programme, aber auch um Telefone, Adapter etc. handeln kann.

Da sich die IP-Telefonie langsam dem Punkt nähert, dass es nutzbar wird (also mit guter Verständlichkeit, keine hörbaren Verzögerungen etc.), nutzen viele Dienstleister, wie Nikotel (http://www.nikotel.de), SIPgate? (http://www.sipgate.de) und andere die Möglichkeit, die nun kommende Kundschaft au ihre eigenen Server zu lotsen. Der Boom wird kommen, noch Ende 2004 werden schon einige Leute ihr Internet-Telefon nicht mehr missen wollen. Edit: Und so war es auch. Mittlerweile telefoniere ich nur noch über SIP und sehe keine negativen Unterschiede zu herkömmlicher Telefonie. Möglicherweise fällt als erstes auf, dass neben der Rufnummer eines Anrufers auch gleich der Name angezeigt wird (erweiterte Rufnummernübermittlung), wobei das nur ein sehr kleiner Teil des Ganzen ist.

Codecs

Spricht man in das Mikrofon, kommt am anderen Ende (also beim Gesprächspartner) wieder etwas heraus. So einfach ist das. Nicht ganz so einfach ist das, was sich dazwischen abspielt. Um es ein wenig zu vereinfachen, dagen wir einfach mal, dass sich die Sprache in die Zahl 1 bis 256 unterteilen liesse. Ein "Hallo" oder etwas dergleichen könnte dann vielleicht so anfangen:

1,1,1,1,1,2,3,4,5,5,5,5,5,5,6,6,6,6,6,6,6,5,5,5,3,.... und viel viel mehr!

Das könnte man so schreibn, aber da die leitungen nicht beliebig schnell sind und Bandbreite (also quasi wie viele Daten gleichzeitig durch die Leitung können bzw. dürfen) ist nicht beliebig gross. Und es ist dann auch so, dass es einfach zuviel ist, wenn man die Daten so uncodiert reinschickt. Also muss etwas her. Wer WinZIP? oder andere Packprogramme kennt, der weiss, wie man sowas machen könnte. Bei Sprache muss man jedoch aufpassen, denn man kann nicht gleich einen ganzen Satz zusammenpacken, denn dann müsste der Sprecher erst fertig sein, das Paket verschicken und der Empfänger würde den ganzen Satz wieder auspacken. Sehr vereinfacht gesagt, kann man nun z.B. statt der ersten fünf "1" aus dem oberen Beispiel einfach "5*1" schreiben, was kürzer ist. In Wirklichkeit ist das alles noch viel viel komplexer und selbst die Deutschen und die Amis haben andere Vorstellungen davon, wie man sowas am besten komprimiert. Und sie sollen vielleicht auch sogar beide recht haben, denn wir menschen reden ja nunmal auch nicht gleich. Vielleicht wäre ein spezieller Codec für die Chinesen sehr vorteilhaft, wenn denn, ja wenn denn nicht auch mal ein Deutscher mit einem Chinesen reden möchte. Und da brauchen nunmal beide den gleichen Codec. Ein Glück ist das Ganze aber für den Endanwender nicht so schlimm, er nimmt einfach einen G.729 und kümmert sich nicht weiter drum, was das ist. Oder? Es gibt verschiedene Codecs und diese haben verschiedene Ziele. Einige sind darauf aus, die Stimme möglichst gut wiederzugeben, andere möchten keine Verzögerung und wieder andere möchten möglichst wenig Bandbreite nutzen.

 G.711 (alaw/µlaw) nutzt rund 86 kbit/s (Brutto)
 G.729 nutzt rund 27 kbits/s (Brutto)

Wer nun einen Überblick darüber haben möchte, welcher Codec für was gut ist, dem sei dieser Link empfohlen:

Test, Test, ...

Testanrufe können mit den auf der Seite http://voice.rowi.net angegebenen Nummern durchgeführt werden. Innerhalb des SIPgate?-Netzes kann das Telefon von [Rolf Winterscheidt] unter 0221 355339050 kostenlos erreicht werden. Aus dem öffentlichen Telefonnetz ist das zwar nicht kostenlos, aber die gleiche Rufnummer klappt auch von dort, also wie ein ganz normaler Telefonanruf. Zudem gibt es noch von FWD einen Echo-Test, den man vom Sipgate-Netz aus unter 000393-613 erreichen kann.

SIP-Telefonliste

Hier kannst Du Dich eintragen, wenn auch Du mitsippen möchtest :-)

Sipgate:
  • Rolf 0221-35-5339050
  • Sascha(dürener2gt) 0211-5-8003293
  • Rolfs Echotest 0211-5-8007207
  • Sipgate-Testnummer 10000

Nikotel:
  • Rolf 991723456512
  • Nikotel-Testnummer 999995

Produkte:

Von Grandstream gibt es ein Telefon und einen Adapter, an den ein analoges Telefon (auch Schnurlostelefon!) angeschlossen werden kann. Link zu Grandstream: http://www.grandstream.com/y-product.htm

Adapter:


Telefon:


Telefonbuch (enum)

Analog zu dem "normalen" Telefonbuch ist auch ein elektronisches Pendant im Test. Ruft man eine (IP-)Rufnummer an und niemand hebt ab, dann kann man immerhin noch eine Mail hinterlassen oder auf die Webseite gehen. Eingebettet in das DNS-System braucht man sich dann nicht mehr alle Rufnummern merken, der Name reicht schon.

Enum-Trial der Telekom:

Software-Gateway ISDN zu SIP und umgekehrt

Für Linux gibt es eine Software, mit der man (zusammen mit einer ISDN-Karte) ein Gateway zwischen SIP und dem Telefonnetz aufbauen kann. Diese Software heisst Asterisk und ist frei verfügbar und kostenlos (GNU). http://www.asterisk.org

Links:

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