...und sie hört doch das Gras wachsen!
Das GPS-System zur Standortbestimmung nutze ich schon einige Jahre. Meine guten alten seriellen Mäuse habe ich lange Zeit zur automatisierten Standortbestimmung für meinen Corrado (
http://www.corradovr6.de) genutzt, doch mit dem Verkauf dieses Autos lag alles mehr oder weniger in der Schublade. Auch der Empfang zur "normalen" Navigation war in Häuserschluchten nicht möglich. In Düsseldorf, wo ich mich kaum auskenne, war das schon ein Trauerspiel. Also musste nach der Sirf I eine neue Maus her. Nach viel Leserei und Tipps aus einem GPS-Forum (
http://www.kowoma.de/gpsforum/viewtopic.php?p=2298#2298) habe ich mich letztlich für die
G-Space GS-238 entschieden, eine Sirf-Maus der dritten Generation (
SIrf? III). Ja, sie hat über 100 Euro gekostet, recht viel im Gegensatz zu so manch anderen Mäusen. Aber gut, ich wollte keine Experimente eingehen und hab mich dann eben für die teure Variante entschieden.
Die Maus ist deutlich kleiner als eine Zigarettenschachtel, kommt schon an eine Streichholzschachtel ran. Wow, das ist mal klein. Und Bluetooth hat sie auch, also kann man die Maus z.B. in Verbindung mit einem PDA gut für
GeoCaching nutzen, was aber nicht mein Hauptgedanke war (aber dennoch sehr interessant ist).
Wo steckt man eine Maus hin, wenn sie so klein ist und kein Kabel braucht? Ab in die Hosentasche (Jeans). Dann steig ich ins Auto und habe navigiert, mit bis zu 7 Satelliten, alles lief wunderbar. Meine ganzen nachrichtentechnischen Erfahrungen wurden hier über Bord geworfen. Keine möglichst freie Sicht auf den Himmel, einfach aus der Hosentasche heraus navigieren und das im Auto! Selbst eine Häuserschlucht kommte die GPS-Maus nicht daran hindern, mich immer noch zielstrebig weiterzunavigieren. Das ist mal eine gute Leistung. Der externe Antennenanschluss ist mal ein Hohn, denn bei solch einer Empfangsleistung (bis zu -159dBm!) benötigt man keine großen Antennen mehr. Aber wer weiss, vielleicht kann man mit einer guten Aussenantenne (mit integr. Empfangsverstärker wegen dem Kabel) selbst in längeren Tunneln noch navigieren. Ich habe es aufgegeben, mich über die Reflexionen zu wundern, die die Signale nutzen müssen, um irgendwie an diese kleine Maus zu kommen.
Wenn schon das normale Navigieren kein Thema mehr ist, was noch?
GeoCaching ist eine interessante Art, den GPS-Empfänger mal anders zu nutzen (mehr dazu in meiner separaten Seite. Somit klappt auch die "zu Fuß-Navigation" bestens, auch bei kleinen Geschwindigkeiten.
Dank des Schiebeschalters (gut und wichtig: kein automatisches Ausschalten) kann die Maus auch gern längere Zeit ohne Bluetooth-Verbindung ausharren. Einige Stunden hab ich sie schon ausprobiert, 9 Stunden soll sie am Stück navigieren können, doch dank umfangreichem Zubehör braucht man zum Aufladen nur PC mit USB-Anschluss, Zigarettenanzünder im Auto oder eine Steckdose. Irgendwo gibt es immer Strom.
Gruß
Rolf